
77 sich in drei Module: LOVE mit Badezimmer, Salon und Elternschlafzimmer, HUB oder LOUNGE mit Küche, Wohnzimmer, Kamin und sozialem Zentrum, und GUEST oder KIN, dem Kindertrakt mit eigener kleiner Küche. Das ist das Heute – das Morgen kann ganz anders aussehen. Denn es kann und soll in die Zukunft wachsen, sich entwickeln, dieses «Future Evolution House». Das Architektur- konzept von Architekt Hans Peter Wörndl ist darauf ausgerichtet – und die Bewohner sind es allemal. Denn nicht alles, was sich die Bauherrschaft als smarte Qualität ihres Hau- ses vorgestellt hatte, liess sich als solche be- reits realisieren: Hightech hat noch viel zu wenig Hightouch! Smarte Technologie Auf der Suche nach smarter Technologie ist Matthias Horx nicht immer fündig gewor- den. Smart will nicht heissen maximale Technik – alles ist möglich. Smart meint et- was ganz anderes: Technik als Diener, ein- fach, logisch, intuitiv bedienbar – und wah- «Wir verwechseln Innovation immer noch mit dem Erfinden spektakulärer Dinge. Aber die Leute wollen überhaupt keine neuen Dinge mehr. Sie wollen funktionierende, elegante Systeme, die ihnen ermöglichen, das zu tun, was Menschen eigentlich am besten können: kreativ sein.» Matthias Horx Das Future Evolution House wurde aus Erkenntnissen der Trend- und Zukunftsforschung heraus entwickelt. Es beher- bergt sich evolutionär weiter- entwickelnde Innovations- projekte im Bereich Energie, Medien, Haussteuerung, Mobilität, Design und Mate- rialien, die für die Zukunft des Wohnens von entscheidender Bedeutung sein werden. Das Haus interpretiert die Ästhetik ökologischer Technik und Energieeffizienz neu: vom Passivhaus, in dem alles auf Verzicht ausgerichtet ist, zum Aktivhaus, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Ziel ist eine menschengerechte Technologie des Alltags im Sin- ne von «Hightech/Hightouch». Räume entwickeln im Mobili- tätszeitalter eine neue Multi- funktionalität. Küchen werden Lofts, Wohnzimmer verwandeln sich in Lounges, Arbeit und Wohnen gehen ineinander über, müssen sich aber auch stö- rungsfrei voneinander trennen lassen, damit die Work-Life- Balance gewahrt bliebt. Das Future Evolution House soll sich den wandelnden Bedürfnissen und Lebensphasen seiner Bewohner flexibel anpassen. ren Komfort bescherend: Zeit für andere Dinge, Zeit, um kreativ zu sein. Smarte Tech- nologie vereinfacht, macht Komplexes und Kompliziertes auf Anhieb verständlich, um- fasst Dinge, die das Leben erleichtern und gleichzeitig verschönern, denn der ästheti- sche Anspruch ist immanenter Bestandteil und zentrales Kriterium, wenn es um diese neue Art von Wohnen, Leben, Kultur geht. «Ziel ist eine menschengerechte Techno- logie des Alltags im Sinne von Hightech/ Hightouch.» Insofern hat man es sich im Horx’schen Haus zur Aufgabe gemacht, die Möglichkeiten und die Praktikabilität elek- tronischer Steuerungssysteme in der Praxis zu erforschen, zu vereinfachen, zu lösen. Dies betrifft auch einen weiteren Teil der technischen Ausstattung, den Einsatz intelli- genter Hightech-Materialien, zum Beispiel als Speicher- oder Installationsmedien. 3