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Swissbau Magazin 2012

Brigitte Kesselring W er meint, jede Küche sehe aus wie die andere, hat sich noch nicht um die Details geküm- mert. Und genau da spielt der- zeit die Musik. Was die Branche heute be- wegt, ist die weitere Perfektionierung der Details und der Technologien, ist ein be- wusster Materialeinsatz in ökologischer wie ökonomischer Hinsicht, sind Komfortverbes- serungen auf höchstem Niveau bei Möbeln, Apparaten und Ausstattungen, sind Design- entwicklungen, die der Küche Wohnstatus verleihen. Die Küche hat sich auf dem Grund- riss als Teil der Wohnwelt inzwischen eman- zipiert, doch in vielen optischen wie funktio- nalen Details wird sie dieser Rolle erst jetzt langsam gerecht. Perfektionisten Die Schublade, die sich voll herausziehen liess und vollen Einblick und Zugriff gewähr- te, war vor rund fünfzehn Jahren der absolu- te Fortschritt – heute umfasst das «System Schublade» ein leises und sanftes Öffnen und Schliessen; anspruchsvolle Technik sorgt für Geräuschdämpfung, für eine perfekte Bewegung – fast wie von Zauberhand, egal, wie schwer sie beladen ist. An Möbelfronten zählen Kantenablösungen und Leimfugen zu den legendären Schwachstellen. Heute löst Lasertechnologie das Problem: Laserkanten verbinden sich völlig fugenlos mit der Front- fläche. Der Backofen weiss genau, wie er was zu kochen hat und führt in allen Spra- chen direkt durchs Programm. Innovations- netzwerke arbeiten kontinuierlich an Ver- besserungen, insbesondere mit Blick auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung bei maximalem Komfortversprechen. Puristisch oder Poesie Soll es eine Küche vom Stardesigner sein oder eine, die der Schreiner durch und durch nach ökologisch-nachhaltigen Gesichts- punkten konstruiert hat? Vielleicht sogar eine Küche, die von beidem etwas bietet: das Design des Stars – und die Nachhaltig- keit der Schreinerwerkstatt? Der Markt bie- tet eine Fülle von Lösungsmöglichkeiten für jedes Budget. Bereits in der einfachen Küche gelten Standards, die noch vor wenigen Jah- ren Luxus waren. Und das Design begeistert durchgehend sowohl vor wie hinter den Fronten auf hohem, professionellem Niveau. Das Spektrum liegt zwischen Purismus und Poesie, Standard und Nonkonformität, Ele- ganz und Extravaganz. Alles ist erlaubt – und gerade deswegen ist eine wirklich gute und schöne Küche eine kleine Kunst und eine in- dividuelle Angelegenheit. 4 5 Halle 2.1 Trendwelt Küche Eine Küche vom Stardesigner oder eine, die 100 % recyclierbar ist – oder etwas, das von beidem etwas bietet? Die Trendwelt Küche zeigt, was die Branche und die Architektur bewegt! Die Besucher werden durch eine neue Erlebniswelt Küche geführt, die sich durch ein hochwertiges Ausstellungskonzept und eine faszinierende Ambiance von Far- be und Licht abhebt. Aussteller Trendwelt Küche allmilmö, bauformat, Bulthaup, Cosentino, EWE, Fischer, Forster, Franke Küchentechnik, Galvo- lux, Heid, IKEA, Merial, Nolte, Piatti, Poggenpohl, Real Stein, SieMatic, Studer, Suter Inox, Valcucine, Veriset, Warendorf, Wesco, zeyko Alles wird immer perfekter und alles ist möglich: Doch eine wirklich gute Küche ist eine Kunst. Die Küche als kleine Kunst 61

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