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Swissbau Magazin 2012

51 1 Rezyklierbares Haus Flury in Deitingen: Wände, Böden und Decken wurden roh be- lassen. 2 Das Baumaterial stammt aus einem Um- kreis von 10 km Kunststoff im Downcycling Bereits seit Langem und fast vollständig wiederverwertet werden in der Schweiz die Metalle. So bestehen Armierungseisen oder Stahlprofile fast vollständig aus rezyklier- tem Metall. Auch das im Bau verwendete Kupfer, Stahlblech oder Aluminium besteht zu grossen Teilen aus Rezyklat und trägt so dazu bei, Ressourcen, Energie und Abfallvo- lumen zu sparen. Schwieriger ist hingegen derzeit noch das Recycling von Holz, Kunst- stoffen und Fensterglas. Bauholz etwa muss in der Schweiz verbrannt werden, da es für die Verwertung zu Spanplatten zu viele Schadstoffe enthalten kann. Kunststoff wird zwar zum Teil rezykliert, erfährt jedoch meistens ein sogenanntes «Downcycling». Ein einstöckiges Haus mit einer Grundfläche von rund 330 Quadratmetern, das fast ausschliesslich aus Naturstein, Holz, Lehm und Stroh gebaut ist, die aus einem Umkreis von zehn Kilometern stammen: So präsentiert sich das Wohn- haus Flury in Deitingen, für welches das Bieler Architektur- büro spaceshop den Green Architecture Award 2011 er- hielt. «Dem Bauherrn war es wichtig, dass die Materialien aus der Gegend kommen, wenig graue Energie enthalten und möglichst einfach, wenig ver- edelt und ursprünglich sind», erklärt Architekt Beno Aeschli- mann. Bewusst wurde beim Wohnhaus, das durch eine moderne Ästhetik, helle Räume und durch die Schlichtheit der Naturmaterialien besticht, der Innenausbau minimiert: Wände, Böden und Decken wurden roh belassen und die sanitären Einrichtungen sowie die Küche bewusst einfach gehalten. 21 Erstes komplett rezyklierbares Haus

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