
36 Betrieb und Unterhalt Swissbau Focus Moderne Systeme für die Ge- bäudeautomation sind einfach und übersichtlich konstruiert. Zusammen mit zeitgemässen Betriebskonzepten hilft dies, den Energieverbrauch zu senken. Reto Westermann W ird ein Bürogebäude umge- baut oder ersetzt, wie derzeit ein Teil des Uetlihofs der Cre- dit Suisse in Zürich, so ver- schwinden in der Regel die Einzelbüros und machenGrossraumbürosPlatz.DieserWech- 1 1 Beispielbau: Neubau Uetlihof Credit Suisse Zürich Bauherrschaft: Credit Suisse Real Estate & Provider Management, Zürich Architektur: Stücheli Architekten AG, Zürich Anzahl Arbeitsplätze: 2000 Baubeginn: Dezember 2008 Bezug: Herbst 2011 Anlagekosten: 270 Millionen Franken Simpel, aber hoch effizient sel hat einen direkten Einfluss auf die Konzeption der Gebäudeautomation. «Bei Grossraumbüros muss die Regelung von Heizung, Kühlung und Lüftung optimal auf- einander abgestimmt sein», sagt Christian Polke, Mitinhaber des auf Haustechnik spe- zialisierten Planungsbüros PZM in Zürich. Priorität hat dabei heute der bedarfsabhän- gige Betrieb. Deshalb entfallen in der Regel individuelle Eingriffsmöglichkeiten durch die Nutzer der Räume. Dies ist ein Haupttrend bei der Heizung, Kühlung und Lüftung von Gebäuden, der Einsatz einfacher und pragmatischer Lösun- gen ein zweiter: Simple Steuerroutinen re- geln heute das Raumklima und stützen sich dabei auf eine möglichst kleine Zahl relevan- ter Messdaten – im Gegensatz zu den früher üblichen Systemen mit einer Vielzahl von Messdaten. Bei der Sanierung von Gebäuden wird die Haustechnik heute deshalb oft ver- einfacht – mit positiven Folgen: «Das Ener- giesparpotenzial durch eine sinnvoll einge- setzte Gebäudeautomation ist gross», sagt Polke. Wie hoch die Einsparungen ausfallen, hänge aber immer vom einzelnen Gebäude und den individuellen Gegebenheiten ab. Doch alleine mit dem Ersatz oder der An- passung alter Anlagen an die effektiven Bedürfnisse ist es nicht getan: «Gebäude- automations-Systeme müssen regelmässig kontrolliert und den aktuellen Nutzerbe- dürfnissen angepasst werden.» Nur so kön- ne ein optimaler Betrieb der Anlagen ge- währleistet werden und verpuffe der Spareffekt nicht durch falsche Einstellun- gen. «Bei Grossraumbüros muss die Regelung von Heizung, Kühlung und Lüftung optimal aufeinander abgestimmt sein.» Christian Polke Planungsbüros PZM