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Swissbau Magazin 2012

32 Betrieb und Unterhalt Swissbau Focus Baulabels spielen Investitionen wieder ein Nachhaltige Bauwerke rechnen sich für die Investoren und sind gefragt. Einheitliche Standards werden in absehbarer Zeit für noch mehr Transparenz sorgen. Reto Westermann «Da es in der Schweiz bis anhin kein umfassendes Label für nachhaltige Immobilien gibt, haben wir ein Güte- siegel auf die Beine gestellt.» Jean-Claude Maissen Credit Suisse Real Estate Fund Green Property 1 Uptown Zug von Credit Suisse Real Estate Fund Green Property 1 N achhaltige Immobilien sind ge- fragt: Dafür interessieren sich ins- titutionelle Anleger und Firmen auf der Suche nach Geschäftsflächen. Das zeigt eine 2010 veröffentlichte Studie von CB Richard Ellis und dem CCRS-Institut der Uni Zürich. Drei Viertel der befragten KMU gaben an, dass Nachhaltigkeit bei der Auswahl ihrer Immobilien eine Rolle spiele. «Das gehört heute in vielen Firmen auch zur unternehmerischen Verantwortung», sagt Jean-Claude Maissen, Manager des Credit Suisse Real Estate Fund Green Property. Der Fonds wurde 2009 gegründet und ist derzeit mit 618 Millionen Franken alimentiert. Alle Gebäude des Fonds müssen den Nachhaltig- keitskriterien des eigens geschaffenen Gü- tesiegels «Greenproperty» genügen, das nach den Vorgaben der SIA Norm 112/1 für nachhaltige Bauten entwickelt wurde. Ne- ben Energieverbrauch und Material werden auch Nutzung, Lebenszyklus oder die Infra- struktur bewertet. «Da es in der Schweiz bis anhin kein umfassendes Label für nachhalti- ge Immobilien gibt, haben wir ein eigenes Gütesiegel auf die Beine gestellt», sagt Fondsmanager Maissen. Die Standards des viel verwendeten Miner- gie-Labels sind vor allem auf Energie und Baumaterialien ausgerichtet. Umfassendere internationale Labels wie BREEAM aus Eng- land, LEED aus den USA und DNGB aus Deutschland (siehe Grafik auf Seite 35) erfor- dern oft einen aufwendigen Prozess. «Eine Zertifizierung nach LEED beispielsweise macht nur Sinn, wenn das Gebäude eine ge- wisse Bedeutung und Ausstrahlung hat, welche internationale Mieter anspricht», sagt Maissen. So wird etwa das auf interna- tionale Firmen ausgerichtete Projekt Foyer in Zug des CS-Fonds nach LEED zertifiziert. Investition in die Zukunft Doch nicht nur bei solchen Topmietern loh- nen sich Investitionen in die Nachhaltigkeit: Untersuchungen zeigen, dass auch Woh-

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