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Swissbau Magazin 2012

28 Erstellung Swissbau Focus D ie Hälfte des Energieverbrauchs der Schweiz entfällt auf den Gebäude- park. Hier wiederum fliesst der Lö- wenanteil in die Wärmeerzeugung. Doch bei guter Dämmung sinkt der Heizbe- darf rapide. So verbrauchen Gebäude, die um 1975 gebaut wurden, im Durchschnitt jährlich noch 22 Liter Heizöl pro Quadratme- ter Wohnfläche. Minergie-Neubauten kom- men dagegen mit weniger als vier Litern aus. Dazu müssen Aussenwände, Fenster, Dächer, Böden und Decken sowie Beschattungs- und Verdunkelungseinrichtungen gut isoliert werden. Bis vor Kurzem waren dazu dicke Dämmschichten nötig, die oft die verfügba- re Fläche empfindlich reduzierten und auch ästhetisch nicht immer befriedigten. Erfreu- licherweise sind inzwischen mehrere platz- sparende Hochleistungsdämmstoffe bereits auf dem Markt oder stehen kurz vor der Ein- führung. Hochleistungsputz für historische Fassaden Besonders für die energetische Sanierung denkmalgeschützter Fassaden stand bis- her kein geeignetes Konzept zur Verfü- gung. Doch bis 2013 will die Empa einen optisch ansprechenden Hochleistungsputz auf Aerogel-Basis zur Marktreife bringen. Aerogele weisen Poren in Nanometergrösse auf und bestehen zu 90 –98 % aus Luft. «Die winzigen Luftporen machen das Material zu einem hervorragenden Bestandteil unseres neuen Isolationsputzes, dessen Wärmeleit- fähigkeit zwei- bis dreimal niedriger ist als bei üblichen Verputzen», erklärt Empa-For- scher Thomas Stahl. Zudem lässt das neue Material deutlich mehr Wasserdampf pas- sieren als herkömmlicher Putz – ohne selbst nass zu werden. Stahl: «Durch die poröse Struktur des Aerogels ist der Verputz zwar für Wasserdampfmoleküle durchlässig – zur Aufnahme von Wassertropfen sind die Na- noporen jedoch zu fein.» Aerogel-Matten ermöglichen Spezialan- wendungen Aerogele können auch anderweitig zur Ge- bäudedämmung eingesetzt werden. So ist es etwa dem amerikanischen Startup-Unter- nehmen Aspen Aerogels gelungen, das ext- rem spröde Material zu dünnen, flexiblen Matten zu verarbeiten, die eine dreimal hö- here Dämmwirkung erzielen als herkömmli- che flexible Isolierungen. Aufgrund des ho- hen Anwendungspotenzials ist BASF kürzlich Hightech revolutioniert die Gebäude­ dämmung Elias Kopf Herkömmliche Dämmstoffe sind preisgünstig, doch sie verbrauchen viel Platz und überzeugen ästhetisch nicht immer. Für Speziallösungen bieten sich Hightech-Materia- lien wie Hochleistungsputze, Aerogel-Matten, Vakuum- Paneele, Vakuum-Fenster und Nanoschäume als Alter- native an. Innovative Dämm­ und Baustoffe

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